Miriam Alexandra soprano

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„Deutsche Lieder“ einer französisch-spanischen Komponistin? Gibt’s denn sowas? Ja, von Pauline Viardot! Die Schwester der legendären Primadonna Maria Malibran und des bedeutendsten Gesangspädagogen und Erfinder des Kehlkopfspiegels Manuel Garcia war eine der vielseitigsten und faszinierendsten Künstlerinnen ihrer Zeit.

 

Sie war u.a. mit Rossini, Chopin, Liszt, Berlioz, Clara und Robert Schumann, Meyerbeer und Saint-Saëns befreundet. Als stilbildende Interpretin und erfolgreiche Pädagogin prägte sie das Musikleben nachhaltig. Nach ihrem offiziellen Bühnenabschied lebte die Ausnahmesängerin in Baden-Baden und empfing in ihrem Salon illustre Gäste wie Clara Schumann, Johannes Brahms, Anton Rubinstein, Ivan Turgenev und Theodor Storm, aber auch das preußische Königspaar und Otto von Bismarck. In Baden-Baden entflammte dann (erneut) ihre Liebe zur deutschen Lyrik.  Aus den Gedichten von Eduard Mörike komponierte sie wundervolle Lieder. Mit diesen reiste sie nach Stuttgart und sang sie Mörike höchstpersönlich vor. Dieser war ganz bezaubert von ihr.

 

Andere Quellen behaupten, er soll „ganz außer sich“ und „wie ein Besessener“ auf-und-abgelaufen sein. Bei einer besonders scharf gewürzten und stark kolorierten Komposition soll er – leicht zusammenzuckend und verbindlich lächelnd – bemerkt haben: „Das ist aber starker spanischer Pfeffer!“ Die CD bietet eine repräsentative Auswahl von Pauline Viardots Liedern in deutscher Sprache, darunter sieben Ersteinspielungen. Die Texte stammen von Dichtern wie Eduard Mörike, Emanuel Geibel, Dilia Helena, Richard Pohl und Wilhelm Müller. Dazu kommen ins Deutsche übersetzte Texte von Puškin, Fet und Turgenev.

Calendarium

Datum
Stadt
Ort
28/06/2017
München
Philharmonie im Gasteig
20:00 Uhr

G. F. Händel: Israel in Egypt HWV 54

Münchener Bach-Orchester & Münchener Bach-Chor, Hansjörg Albrecht (Leitung)

03/10/2017
Dresden
Frauenkirche
20:00 Uhr

J. S. Bach: h-Moll-Messe BWV 232

Kammerchor der Frauenkirche, ensemble frauenkirche, Matthias Grünert (Leitung)

 

07/10/2017
Hamburg
Paul-Gerhard-Kirche
18:00 Uhr

F. Mendelssohn Bartholdy: Lobgesang op. 52

J. S. Bach: Ein feste Burg ist unser Gott BWV 80

Nicola Bergelt (Leitung)

08/10/2017
Hamburg
Martin-Luther-Kirche
18:00 Uhr

F. Mendelssohn Bartholdy: Lobgesang op. 52

J. S. Bach: Ein feste Burg ist unser Gott BWV 80

Nicola Bergelt (Leitung)

28/10/2017
Reinsberg
Schloss Bieberstein
19:00 Uhr

Lieder von Pauline Viardot
Miriam Alexandra (Sopran) | Andreas Reuter (Klavier)

31/10/2017
Berlin
Johanneskirche
10:00 Uhr

J. S. Bach: Ein feste Burg ist unser Gott BWV 80

Jörg Walter (Leitung)

04/11/2017
Leipzig
Taborkirche
17:00 Uhr

J. Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45

Magdeburger Philharmonie, Andreas Mitschke (Leitung)

09/12/2017
Freiberg
Dom
16:00 Uhr

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248

Freiberger Domchor, Batzdorfer Hofkapelle, Albrecht Koch (Leitung)

About

Miriam Alexandra ist deutsch-griechischer Abstammung und wurde in Heidelberg geboren. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie an den Musikhochschulen in Karlsruhe und Köln bei Christiane Hampe und Klesie Kelly. Weitere Studien führten sie als Visiting Fellow nach Harvard und Cambridge (UK). Während ihres Studiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (2005-2010), der Yehudi-Menuhin-Stiftung Live Music Now, des Richard-Wagner- Verbandes Karlsruhe und der Brahmsgesellschaft Baden-Baden. Beim Heinrich-Vetter- Wettbewerb und dem Göttinger Händelwettbewerb erhielt sie 1. Preise.

Von 2013 bis 2015 war sie im Festengagement am Mittelsächsischen Theater, wo sie unter anderem in Rollen wie Susanna („Die Hochzeit des Figaro“), Gretel („Hänsel und Gretel“), Sophie („Der Rosenkavalier“) und Christel („Der Vogelhändler“) zu hören war. In der Saison 2015/16 sang sie in der verschollen geglaubten Oper „Das Waldmädchen“ von Carl Maria von Weber die Hauptrolle der Mathilde. Als Belinda („Dido and Aeneas“) war sie am Cuvilliés-Theater München sowie auf Gastspielreise an den Theatern in Winterthur, Worms und Wolfenbüttel zu hören.

Als gefragte Konzertsolistin arbeitete sie mit Dirigenten wie Claus Bantzer, Ruben Gazarian, Raoul Grüneis, Thomas Hengelbrock, Andreas Spering und Orchestern wie dem Balthasar- Neumann-Ensemble, dem Ensemble Resonanz oder dem Württembergischen Kammerorchester. Zu ihrem Repertoire zählen Standardwerke, aber auch abseitige, seltener gespielte Werke.

 

Eine Herzensangelegenheit ist ihr die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot (1821-1910), für deren Lieder sie sich mit großem Engagement einsetzt. Mit einer Dissertation zu dieser Künstlerin wurde sie 2014 an der Musikhochschule Karlsruhe zum Dr. phil. promoviert. Eine Edition der Lieder wird im Verlag Breitkopf & Härtel/Wiesbaden erscheinen. Ihre Debüt-CD „Deutsche Lieder“ mit Liedern von Pauline Viardot erscheint am 28.04.2017 in Kooperation mit Deutschlandradio beim Label OehmsClassics.

Debüt-CD

Bilder

Musik